Achtsamkeit als Lebenshaltung

Neulich ging ich mit einer lieben Freundin spazieren. In unserer angeregten Unterhaltung sprachen wir über Achtsamkeit. Sie sagte zu mir: „Dieses Wort löst in mir immer Widerstand aus.“

Ich kenne diesen Widerstand zum Wort „Achtsamkeit“.

Meiner eigenen Forschung zu diesem Widerstand und weiteren Gedanken hierzu konnte ich nachgehen:

 

Achtsamkeit als Trend

2001 schenkte ich meinen Eltern ein Buch von Thich Nhat Hanh mit der Aufschrift: „Achtsamkeit“. Ich hatte mich zuvor einige Monate mit Übungen der Achtsamkeit, mit der Wirkung und der Haltung auseinandergesetzt und wollte dies mit ihnen teilen. Ihre Reaktion war für diese Zeit recht typisch: „Achtsamkeit, was ist denn das? Gehst du jetzt ins Kloster? Fehlen nur noch die Räucherstäbchen!“

Damals hatte in meinem Umfeld keiner Interesse an diesem Thema und kaum jemand konnte etwas damit anfangen. Schlimmer sogar, ich wurde belächelt. Ich blieb dennoch dran, denn ich spürte in mir, dass etwas an dem täglichen Training mit meiner inneren Haltung zu mir und der Welt machte, was mir nachhaltig gut tat.

Ich weiß gar nicht genau, ab wann sich das Blatt drehte aber plötzlich las ich „überall“ das Wort „Achtsamkeit“. Menschen, die früher über mich die Nase rümpften, sprachen über Achtsamkeit oder besuchten Achtsamkeitsseminare. „Achtsamkeit“ wurde zum Trend. In meiner Beobachtung darüber verwässerte sich jedoch die eigentliche Bedeutung hierzu in manchen Kreisen.

 

Spiritueller Leistungsdruck und Selbstoptimierung

Manchmal kam es mir so vor, als würden Menschen in einen spirituellen Leistungsdruck geraten. So nach dem Motto: „Wenn ich das Wort Achtsamkeit benutze, dann bin ich spiritueller, als Andere.“ Ich beobachtete auch, dass „Achtsamkeit“ als Selbstoptimierungs-Werkzeug benutzt wurde, um nicht mehr so schlecht drauf zu sein oder besser im Job und im Alltag zu funktionieren.

 

Eine achtsame Lebenshaltung ist ein permanenter Übungsweg mit Anfängergeist

Ich betrachte meine achtsame Haltung als einen Übungsweg, auf dem ich mich täglich bewege.Mit täglichem Anfängergeist, der nicht weiß, was als nächstes auf dem Weg kommt, übe ich mich in Gewahrsein, bewusster Wachheit über meine Gedanken, Gefühle und Zustände. Ich übe! Ich trainiere! Manchmal brauche ich einen Menschen, einen Mentor oder Coach, der schon vorausgegangen ist oder der meinen Weg mit Abstand betrachten kann.

 

Wie geht eine achtsame Lebenshaltung?

Dies geht auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

Sie kann bereits schon morgens beginnen, endet jedoch bei den meisten bereits im Bad. Zum Beispiel unter der Dusche: Wen nimmst du bereits schon morgens mit unter die Dusche, anstatt nur mit dir zu sein und dich zu duschen? Gedanklich sind bereits der Chef, die Kollegen, die Kinder, die Partner etc. beim Duschen dabei.

Im weiteren Verlauf möchten wir (Andrea und Claudia, Menschen stärken) darauf eingehen, was die Werkzeuge sind, die wir mit „Menschen stärken“ praktizieren.

 

Folge deiner (inneren) Stimme und gib ihr deinen Ausdruck

Wenn du dir deiner inneren Stimme gewahr wirst bekommst du eine innere Stärke. Doch vorher kann es dich auch verunsichern, dir Angst machen und dich durchrütteln. Nun gilt es, dieser inneren Stimme achtsam zuzuhören, ihr zu folgen und sie angemessen in die Welt zu bringen. Das (Aus)Sprechen schwieriger Themen, das Entdecken der inneren Klangräume, das Zuhören, wenn der Ruf der inneren Stimme hallt, sind genauso wichtige Elemente zur achtsamen Lebenshaltung, wie der Ausdruck damit in der Welt und mit deiner Umwelt. Für eine achtsame Lebenshaltung ist das Hören und Lauschen der eigenen Stimme sehr wichtig. Im Tagesworkshop „Deine Stimme. Dein Ausdruck“ unterstützen wir dich darin! Für uns ist es sehr wichtig, die Unsicherheiten, die Ängste und den Unmut NICHT zu übergehen! Sondern zunächst einmal mit ihnen zu gehen. Sie brauchen dein Hinsehen, bevor deine Stimme deinen Ausdruck bekommt. Übergehe dich nicht!

Sitzen oder surfen?

Manchmal braucht es im Leben Zeiten, in denen wir innehalten – und manchmal gilt es, die Welle des Lebens zu surfen. Innehalten ist genauso wertvoll und wichtig, wie das kraftvolle und lebendige Surfen auf einer Welle. Um eine achtsame Lebenshaltung zu entwickeln, brauchen wir Gewahrsein, zu erkennen, wann was dran ist. Wir benötigen den Mut, sich dem Einen und dem Anderen hinzugeben.Im Workshop „Sit & Surf“ folgen wir dem, was gerade dran ist, bei dir.

 

Miteinander sprechen – Einander zuhören

Beziehungen sind so wesentlich in unserem Leben. Wir sind alle in Beziehung! Doch gerade dort fällt uns das achtsame Miteinander so verdammt schwer. Dafür gibt es so unzählige Gründe, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte. Einen möglichen Grund möchte ich jedoch nennen: Wir haben es schlichtweg nicht gelernt oder hatten keine guten Vorbilder, wie wir uns angemessen und achtsam in Beziehungen verhalten können. Wir du dich in deiner Beziehung erforschen möchtest oder wenn IHR einen achtsamen Umgang lernen möchtet, dann unterstützen wir dich/euch gern mit unserem Coaching „c³.Co.Creation.Coaching“

Mit dem Körper sprechen

Eine wichtige Beziehung in unserem Leben ist die zu unserem Körper. Denn er ist ein Leben lang unsere Wohnung, die Heimat unserer Persönlichkeit. Es scheint nahe liegend, mit ihm eine freundschaftliche und achtsame Beziehung einzugehen, doch das haben wir nicht gelernt. Die Verantwortung für die Belange unseres Körpers geben wir in die Hände von geschultem Personal.
Was wir nicht beachten: Der Körper agiert gerne als Pressesprecher der Seele, in der Fachsprache als Psychosomatik bezeichnet. Was es braucht, ist ein Übersetzer seiner Botschaften. Ein Verständnis für die sanfte, bildhafte und weise Sprache des Körpers.

Gute Nachrichten

Die gute Nachricht: Wir können es jedoch bis an unser Lebensende lernen!

Dafür benötigen wir jedoch (neues) Wissen darüber, wie das gehen kann!

Für Menschen stärken ist dies ein sehr wesentlicher Fokus in unseren Trainings, Coachings und Workshops.

 

Warum ist eine achtsame Lebenshaltung wichtig 

Ob sie für dich persönlich wichtig ist, das kannst nur du für dich entscheiden!

Wir sind der Meinung, dass es eine sozialpolitische Verantwortung ist, eine gesellschaftliche Notwendigkeit für mehr Frieden in der Welt.

Immer mehr Menschen fühlen sich selbst kaum noch, zeigen mit dem Finger auf Andere, fühlen sich matt, leblos, traurig, krank. Das Schimpfen und Stöhnen über dies und das wird immer lauter und führt zu UnMut, Groll und anderen destruktiven Zuständen mit sich und in Beziehungen und in der Welt.

Wir möchten in diesen Zuständen nicht verharren. Dafür ist es uns wichtig, hinzuschauen. Auf den eigenen Groll, auf den eigenen UnMut, auf die eigene Unachtsamkeit.

Wir wissen, dass dieses Hinschauen und Hinfühlen nicht immer leicht ist. Aber gemeinsam ist es leichter. Menschen stärken bietet dir eine Plattform dafür, gemeinsam eine achtsame Lebenshaltung zu entwickeln. Wenn du magst, sogar täglich!

Entwickle mit uns eine achtsame Lebenshaltung für Frieden in dir und in der Welt!

Deine Andrea
von Menschen stärken

 

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